Standortvernetzung für IP-Telefonanlagen

Einfach verbunden

IP-Telefonie ermöglicht individuelle Anpassungen an die Bedürfnisse ihrer Benutzer. Eine Besonderheit ist es, dass problemlos ein System aus mehreren Telefonanlagen gebaut werden kann. Im Vergleich zu früher, wo Anlagenvernetzungen aufwendig und teuer waren, ist dies mit heutigen IP-Anlagen wesentlich einfacher. IP TK-Anlagen, welche zu 100% IP-fähig sind, können mit anderen IP-Telefonlagen des Unternehmens verbunden werden. Besonders für Firmen mit unterschiedlichen Standorten bietet das Vernetzen von einzelnen VoIP-Anlagen viele praktische Vorteile.

Vorteile von Standortvernetzung

Ein wichtiger Vorteil ist die langfristige Kostenersparnis. Denn für Unternehmen fallen keine zusätzlichen Kosten für Telefonanrufe zwischen den Standorten an, weil über eine gesicherte Internetverbindung telefoniert wird. Sicherlich sollten sich Mitarbeiter uneingeschränkt über Projekte und Tätigkeiten austauschen können, ohne die Firma mit teuren Auslandstelefongesprächen mit den Kollegen zu belasten. Die Vernetzung der IP-Telefonanlagen lässt Angestellte näher zusammenrücken und fördert so den firmeninternen Kommunikationsfluss. Selbst das Belegtlampenfeld (BLF) funktioniert so über die Standorte hinweg.
Mit Remote Breakout wird die Funktion bezeichnet, von dem einem Standpunkt aus über die lokalen Netzbetreiber des anderen Standorts nach außen zu telefonieren. Dies senkt nicht nur die Kosten, sondern erscheint für den Angerufenen auch wie ein lokales Gespräch. Durch die Verbindung ist es außerdem möglich, automatische Rufumleitungen zu erstellen, zum Beispiel, weil die Büros in London noch eine Stunde geöffnet haben, wenn in Frankfurt schon Dienstschluss ist. So wird ganz einfach ein deutlich höheres Maß an Erreichbarkeit gewährleistet.

Wie funktioniert Standortvernetzung?

Die Vernetzung über das Internet kann zum Beispiel über ein VPN (Virtual Private Network) erfolgen. Dieses Netzwerk ist insofern „virtuell“, als dass es keine physische Verbindung ist und „privat“, weil es in sich geschlossen ist. Es dient als eine Verbindungsstrecke zwischen einem Teilnehmer von außen (zum Beispiel einem Mitarbeiter im Home Office) und einem bestehenden Netzwerk (zum Beispiel dem Firmennetz). Dasselbe Prinzip ist auch für die Telekommunikation nutzbar, um zwei (oder mehr) Anlagen über unbegrenzte geografische Distanz miteinander zu verbinden.
Ist ein VPN bereits vorhanden, funktioniert die Verbindung von bis zu acht AskoziaPBX ganz einfach. Durch das IX Interconnection Add-on ist dafür gesorgt, dass die Anlagen sich „verstehen“. Es basiert auf dem IAX-Protokoll, das weltweit für Asterisk-basierte Telefonanlagen genutzt wird. Das IX – Interconnection Add-on zeichnet sich, wie auch die Askozia Telefonanlage selbst, durch eine einfache Bedienung, flexiblen Einsatz und ein freundliches Lizenzmodell aus. Es lassen sich damit unterschiedliche Szenarien verwirklichen.

Beispiele für Verbindungsszenarien

Das erste Beispiel zeigt drei vernetzte VoIP-Telefonanlagen. Jede Telefonanlage hat dabei ihre eigenen, internen Nummern und jeder interne Teilnehmer hat die Möglichkeit, direkt die internen Nummern der Teilnehmer jeder der drei Anlagen anzurufen.
IP PBX

Das zweite Beispiel zeigt zwei gekoppelte Telefonanlagen, bei denen jedes der Systeme ist in einem separaten Netzwerk konfiguriert ist und eigene, unabhängige, interne Nummern hat. Indem man konfigurierte Wählmuster vor einer Nummer wählt, kann man die Teilnehmer der anderen IP-Telefonsysteme erreichen. Sogar das Telefonieren aus dem lokalen Telefonnetz der anderen Anlage ist möglich (“Remote Breakout”).
IP PBX

Beispiel drei zeigt drei verbundene Netzwerke. Jedes mit denselben, internen Nummern für seine Teilnehmer. Wählt man nur die internen Nummern, erreicht man die internen Teilnehmer direkt. Werden Wählmuster vor eine interne Nummer gewählt, erreicht man so die Teilnehmer der anderen, gekoppelten Netze.
IP PBX

Common Questions about IP PBX phone systems and VoIP